Die folgende Arbeit ist die Niederschrift eines Vortrags, den ich am 4. Oktober 2003 im Rahmen der mundanastrologischen Sektion des DAV in Heppenheim gehalten habe. Das Thema hat mich schon lange beschäftigt, ich trug bereits auf der Jubiläumsfeier der ÖAG in Wien im September 1998 einige vorläufige Ergebnisse vor. Eine umfassende Präsentation des Themas als pdf-Dokument ist in Vorbereitung. [RP, 13.10.03]


Die letzten 1200 Jahre
im Lichte der Grossen Konjunktionen

Rüdiger Plantiko.

Inhalt

Allgemeines zu astrohistorischen Studien
Die Entwicklung der Theorie der Grossen Konjunktionen
Phänomenologie der Grossen Konjunktionen
Bedeutung der Großen Konjunktionen
Die Feuermutation von 769
Die Erdmutation von 1007
Die Luftmutation von 1186
Die Wassermutation von 1305
Die Feuermutation von 1603
Die Erdmutation von 1802
Die Luftmutation von 1980
Zur Genauigkeit der Konjunktionshoroskope
Fußnoten
Anhang

Allgemeines zu astrohistorischen Studien

In diesem Artikel wollen wir uns mit einem wohlbekannten klassischen Rhythmus am Sternenhimmel befassen, dem 800jährigen Zyklus der Großen Konjunktionen von Jupiter und Saturn. Die durch den Zyklus definierten rund 200jährigen Element-Phasen stehen in einem deutlichen Zusammenhang mit den Qualitäten geschichtlicher Strömungen, mit den Denkhaltungen und Wertigkeiten der Menschen in den betreffenden Zeitabschnitten.

Wir leben in einem Zeitalter der Spezialisierungen. Wir haben Experten für überschaubare ideelle oder historische Räume, z.B. Kenner der Adenauer-Ära oder des frühen Heidegger. Ungeheuerlich erscheint in einer solchen jungfraugeprägten Epoche [1] der Anspruch, Jahrtausende überblicken zu wollen. Und es ist natürlich richtig, daß ein einzelner Mensch so große Zeiträume niemals mit der gleichen Gründlichkeit kennen kann wie etwa der Philosophie-Experte seinen frühen Heidegger kennt. Und dennoch sollte es als Ideal in uns leben, von größeren geschichtlichen Zeiträumen zumindest eine Überschau zu haben, wie es das stolze Goethe-Wort [2] ausspricht:

Wer nicht von dreitausend Jahren
Sich weiß Rechenschaft zu geben,
Bleib im Dunkel, unerfahren,
Mag von Tag zu Tage leben.
Wenn man kein Bewußtsein mehr von dem geschichtlichen Strom hat, aus dem auch das eigene Leben und Denken hervorgegangen ist, besteht die vom Dichter beschriebene Gefahr des Lebens von Tag zu Tage, des Verhaftetseins mit der Gegenwart, einer behenden Geschäftigkeit, die sich über das Wohin keine Rechenschaft mehr gibt.

Natürlich wäre es von Vorteil, wenn berufsmäßige Historiker sich des Themas der Astrohistorie annehmen würden, und dies geschieht auch zuweilen mit fruchtbaren Ergebnissen (als Beispiel möge der Geschichts-Rückblick auf die letzten 250 Jahre des Historikers Wolfgang Oppenheimer dienen [3] ). Allerdings geschieht es insgesamt viel zu selten, denn Akademiker sind häufig durch den Universitätsbetrieb bereits so stark gegen die Astrologie voreingenommen, daß sie als ernsthafte Erforscher einer Astrologie der Geschichte ausfallen - selbst wenn sie sich die Geschichte der Astrologie als ihr Nischenfach ausgesucht haben ([4] ). Und selbst professionelle Historiker sind kaum in der Lage, die letzten 2000 Jahre Kulturgeschichte zu überschauen. So bleibt das Thema den interessierten Amateuren überlassen, die vor dem zu besteigenden Wissensberg allerdings auch nicht viel kleiner aussehen als die Profis.

Angesichts der Materialfülle kann die Forschungsmethode der Astrohistorie nur von oben nach unten gehen: Bereits Oberflächenphänomene zeigen ja ihre Verwandtschaft mit astrologischen Entsprechungsketten. So kann man, von der Oberfläche ausgehend, versuchen, Zeitqualitäten einzelner Epochen zu formulieren. Wo man meint, eine derartige Qualität gefunden zu haben, sollte man sich unter dem gefundenen speziellen Gesichtspunkt weiter in die konkrete Epoche vertiefen. Wenn der Gedanke haltbar ist, so muss er sich auch bei einem genaueren Blick auf die Zeitzusammenhänge bestätigen. In diesem Sinne ist die astrohistorische Methode ein Weg von oben nach unten. Der umgekehrte Weg wäre gar nicht möglich. Denn wer das unendlich verzweigte historische Quellenmaterial zum Ausgangspunkt nimmt, wird kaum eine Chance haben, von hier zu einem allgemeineren Muster aufzusteigen.

Neben dem Problem des stets unzureichenden Fachwissens stellt sich bei astrohistorischen Forschungen weiter das Problem des Zurechtbiegens. Da die Astrologie keine objektive Wissenschaft wie etwa die Mathematik oder Physik ist, sondern einen nicht eliminierbaren subjektiven Faktor enthält, besteht immer die Gefahr der Selbsttäuschung. Wo immer der Mensch als interpretierendes Subjekt einem gegebenen Faktenmaterial seine Deutung hinzufügt, kommt dieser subjektive Faktor ins Spiel, der in sich stets die Möglichkeit des Irrtums enthält. Man kann versuchen, sich davor zu schützen, indem man sich an eine klare, an der Wissenschaft orientierte Forschungsmethodik hält, und indem man seine Ergebnisse mit Freunden der Astrologie diskutiert. Aber eine endgültige Sicherheit ist dabei nicht zu erreichen.

Andererseits geht es grundsätzlich nicht ohne Hinzufügung des gedeuteten Inhalts zur "nackten" Realität. Der Mensch ist so gebaut, daß er die Sinneswahrnehmung nicht für sich stehen lassen kann. So wie man beim Hören eines Knalls so lange unruhig ist, bis man die Ursache des Knalls aufgedeckt hat, so will die Seele auch allen Dingen eine Bedeutung hinzufügen. Selbst die grobe Einteilung der Geschichte in Altertum, Mittelalter und Neuzeit ist bereits eine deutende Hinzufügung. Es geht diesen Deutungen wie allen: Man muss sie nicht annehmen. Man kann davor stehenbleiben, gewissermaßen die Arme verschränken und behaupten, die Zusammenhänge nicht zu sehen. Denn um in den historischen Fakten nicht nur die Zahnräder einer Maschinerie von Ursachen und Wirkungen zu sehen, sondern die Gebärdensprache der sich entwickelnden Menschheit, bedarf es einer inneren Aktivität, auf die niemand verpflichtet werden kann.


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Die Entwicklung der Theorie der Grossen Konjunktionen

Wie bereits erwähnt und im folgenden Kapitel genauer beschrieben, wandern die Orte der Großen Konjunktionen am Himmel in einem 800jährigen Zyklus, der sich in vier Abschnitte von je 200 Jahren unterteilen läßt. Die Entdeckung, daß diese Perioden im Zusammenhang mit der geschichtlichen Entwicklung von Reichen, Philosophien und "Sekten" stehen, ist in der Antike noch nicht vorzufinden. Ausführlich ausformuliert, finden wir sie zuerst bei dem arabischen Astrologen Messahallah (gestorben um 800 n. Chr.), der sich seinerseits sehr wahrscheinlich einer sassanidischen Quelle bedient hat [4a], so daß der Ursprung dieser 200jährigen Geschichtssystematik wohl im Perserreich zu suchen ist. Ob die persischen Astrologen diese Theorie ihrerseits aus antiken Quellen schöpften, ist wohl unbekannt. In jedem Fall müssen wir davon ausgehen, daß die Geschichtsperiodik der Großen Konjunktionen keineswegs eine jahrtausendealte Tradition besitzt, sondern vielleicht erst im fünften oder sechsten Jahrhundert n.Chr., jedenfalls nicht vor dem ersten Jahrtausend n. Chr. gefunden wurde.

Zwar gibt es unter den Tausenden babylonischen Keilschrift-Täfelchen auch gelegentlich eine Tafel, die eine Konjunktion von Jupiter und Saturn beschreibt. Eine astrologische Geschichtstheorie war dies jedoch nicht, sondern Kasuistik, Einzelfallstudien. Es gibt keinen Hinweis darauf, daß die Babylonier eine an den Jupiter-Saturn-Konjunktionen orientierte systematische Geschichtstheorie hatten.

Grundlagen einer Geschichtstheorie wurden erst in der hellenischen Zeit durch Platon und den babylonischen Baalspriester Berossos [5]. gelegt. Platon beschreibt in seinem Spätwerk Timaios einen nach seiner Ansicht 10.000 Jahre dauernden Zyklus, bis sich alle Planeten wieder in einem Bereich des Himmels versammelt haben. Bei Berossos heißt es noch konkreter: Wenn alle Planeten sich im Zeichen Steinbock versammeln, wird die Welt durch eine große Flut vernichtet. Wenn sie dann nach langer Zeit alle im Krebs zusammentreffen, endet die Welt durch einen Weltbrand. Wir sehen hier die Rudimente einer Theorie von der Ewigen Wiederkehr, wie sie viel später von Nietzsche aufgegriffen wurde. Vor allem aber sind dies die ersten Versuche, einen Zusammenhang zwischen den planetarischen Zyklen und der menschlichen Geschichte herzustellen: Es gibt eine Rhythmik, eine Periodik im menschlichen Leben, die mit der Rhythmik planetarischer Konjunktionen in einem Zusammenhang steht.

Erst bei Messahallah, einem im 8. Jahrhundert nach Christus lebenden Astrologen, der vom jüdischen Glauben zum Islam konvertiert war und für den Kalifen den richtigen Zeitpunkt für die Gründung der Stadt Bagdad errechnet hatte, begegnen wir wieder einer auf Konjunktionen basierenden Geschichtsbetrachtung. Messahallah klassifiziert die verschiedenen Arten von Konjunktionen nach Wichtigkeit. Die wichtigsten Konjunktionen sind ihm die Begegnungen der drei obersonnigen Planeten Mars, Jupiter und Saturn, die er coniunctiones maximae nennt. Es folgen die gewöhnlichen Konjunktionen von Jupiter und Saturn (proximae), Mars-Saturn-Konjunktionen (tertiae) und Mars-Jupiter-Konjunktionen (quartae). In der Deutung geht Messahallah so vor, dass er das Horoskop auf die Hauptstadt für die letzte, der Konjunktion vorangegangene Syzygie oder für den Frühlingsbeginn errichtet und von dieser Figur ausgehend die Geschicke des Landes für das nächste Jahr oder die nächsten Dekaden prognostiziert. [6]

Ein knappes Jahrhundert später, bei dem berühmten Astrologen al Kindi, ist die auf den Großen Konjunktionen basierende astrologische Geschichtstheorie bereits voll aufgebaut und wird durch seinen Schüler Abu Masar verbreitet, der allerdings selbst nichts wesentlich Neues hinzufügt. Bei al Kindi haben wir bereits die Einteilung des Zyklus in die Elemente und die Klassifizierung der Konjunktionen: Am wichtigsten ist die den Zyklus einleitende, es folgen die den Elementwechsel hervorrufenden und schließlich die gewöhnlichen, alle 20 Jahre sich ereignenden Konjunktionen. Al Kindi und Abu Masar deuten die Konjunktionen auch im Zusammenhang mit dem Werden und Vergehen der Religionen und weltlichen Reiche (wie dem Sarazenenreich). Die Zykluslänge wird von ihm falsch mit 960 Jahren angegeben - ein Irrtum, der sich von ihm ausgehend durch das gesamte Mittelalter zieht.

Die Lehre von den Großen Konjunktionen wird besonders von den jüdischen Rabbinern gern aufgegriffen, denn die Juden erwarten sehnlich die Ankunft ihres Messias und sind nur zu geneigt, dieses Ereignis aus den Sternen abzulesen. Noch im 15. Jahrhundert glaubt Rabbi Abarbanel aus Monopoli (Apulien) anhand der Großen Konjunktionen nachweisen zu können, daß die Ankunft des Messias unmittelbar bevorsteht.

Im 15. Jahrhundert ist die Lehre von der weltgeschichtlichen Bedeutung der Großen Konjunktionen längst Allgemeingut unter den Astrologen. Die Lehre wird hier und dort leicht abgewandelt, bleibt aber in ihren Grundzügen bestehen, wie sie al Kindi propagiert hatte.

Unter den zahllosen Astrologen, die sich seitdem mit den Großen Konjunktionen befaßt haben, verdient vielleicht Johannes Kepler besondere Erwähnung. Denn als 1603 am Ort der Großen Konjunktion ein neuer Stern am Himmel erschien, eine sogenannte Nova, kam ihm die Idee zu seiner "Nova"-Theorie, auch der Stern von Bethlehem könnte eine solche Nova gewesen sein, die Gott als Zeichen an den Himmel gesetzt habe. Mit dieser Verknüpfung der Geschichtstheorie von den Großen Konjunktionen mit der Geburtslegende des Matthäus-Evangeliums hat er im christlichen Abendland eine ganze Lawine von Publikationen losgetreten. Die Flut von Veröffentlichungen über den Stern von Bethlehem und die Grosse Konjunktion des Jahres 7 v. Chr. nimmt bis heute kein Ende. Wir wollen hier nicht näher auf dieses Thema eingehen.


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Phänomenologie der Grossen Konjunktionen

Wie lange dauert es von einer Jupiter-Konjunktion bis zur nächsten? Jupiter legt im Jahr rund 30° im Tierkreis zurück - Saturn rund 12°. Die Differenz Jupiter-Saturn vergrößert sich also pro Jahr um 30°-12°=18°. Es dauert daher 20 Jahre bis der Abstand Jupiters zu Saturn auf 360° angewachsen ist, was bedeutet, daß Jupiter alle 20 Jahre eine Konjunktion mit Saturn bildet. Der Konjunktionsort hat sich dabei um 240°, das heißt um 8 Tierkreiszeichen weiterbewegt.

Wären dies die exakten Werte, so würden aufeinanderfolgende Konjunktionsorte ein geschlossenes Trigon am Himmel beschreiben, das sie entgegen der Zeichenfolge ad infinitum durchlaufen. Unsere Werte waren jedoch nur Näherungswerte. Legt man die korrekten mittleren tropischen Umlaufzeiten von Jupiter und Saturn zugrunde, so dauert es nur 19.86 Jahre von einer Konjunktion bis zur nächsten. Die Folge ist, daß sich zwar die Konjunktionsorte in rückwärtiger Richtung durch die Zeichen der Trigone bewegen - gleichzeitig gibt es aber eine kleine Vorwärtsbewegung von 2° 58' 52". Diese kleine Vorwärtsbewegung führt im Laufe der Zeit den Elementwechsel herbei: Nach rund 10 Konjunktionen oder 200 Jahren ist der Wert auf 30° angewachsen, so daß der Konjunktionsort ins nächste Element hinüberwandert. Die erste Konjunktion im neuen Element wird Mutationskonjunktion oder coniunctio media genannt.

Nach 40 Konjunktionen, rund 794 Jahren, sind alle vier Elemente durchwandert. Mit der ersten Konjunktion im Feuerelement, der sogenannten coniunctio maxima, beginnt ein neuer Zyklus.

Aber auch diese Rechnung enthält noch eine Idealisierung. Da die Konjunktion in immer anderen relativen Stellungen zur Sonne stattfinden, ergeben sich bei der Umrechnung auf die geozentrischen Koordinaten Abweichungen von bis zu 10° von den mittleren Werten. Die Bewegung des Konjunktionsortes ist also geozentrisch gesehen nicht gleichmäßig, sondern um die idealisierten Mittelwerte herum schwankend. Fällt die Konjunktion in die Nähe der Sonnenopposition, kommt es darüberhinaus zum seltenen Phänomen der Verdreifachung: Der Jupiter, in seiner Eigenbewegung schneller als Saturn, überholt diesen ein erstes Mal, dann werden beide Planeten rückläufig; aber auch im rückwärtigen Lauf erweist sich Jupiter als schneller und überholt Saturn in rückwärtiger Richtung ein weiteres Mal. Schließlich stellt sich wieder Rechtläufigkeit ein, die Planeten besinnen sich, aus dem Bann der Sonne entlassen, wieder auf ihre Eigenbewegung, wobei Jupiter Saturn schließlich ein drittes Mal überholt. Die folgende Graphik zeigt das Phänomen für die dreifache Jupiter-/Saturn-Konjunktion in der Waage 1980/81 (die auch die Mutation in die Luftzeit war, in der wir uns seitdem befinden):


Die dreifachen Konjunktionen und das Muster, das diese relativ seltenen Verdreifachungen in der Zeit bilden, sind astrologisch noch völlig unerforscht. Walther Bühler weist in seinem Buch Der Stern der Weisen auf einen Zyklus von 970 Jahren hin, in dem sich die Verdreifachungen im Laufe der Zeit wiederholen - man könnte ihn als "Saroszyklus" der Jupiter-Saturn-Verdreifachungen bezeichnen, in Analogie zur Sarosperiode bei Sonnenfinsternissen.[6a]

Wenden wir uns nun wieder dem Elementgeschehen der Großen Konjunktionen zu: Die folgende Graphik zeigt den Ablauf der Konjunktionen in den Elementen. Die Zeitachse deckt den Zeitraum von -1000 bis +2500 ab. Die vertikale Achse zeigt die Länge im Element - mathematisch gesprochen die Reduktion der ekliptikalen Länge modulo 120. Eine Länge von 257° wird also als 17° F(euer) notiert. Mit dem Sonnensymbol ( ) sind die gelegentlich stattfindenden Verdreifachungen gekennzeichnet, die ja wie erwähnt Sonnenphänomene sind, durch das Zusammenspiel mit der Sonnenbewegung entstehen.[7]


Man erkennt deutlich die 800jährige Periode dieses Rhythmus und die Verweildauer von rund 200 Jahren in einem Element. Als Astrologen interessieren für uns besonders für den Beginn eines neuen Elementes, also für den Zeitpunkt der Mutationskonjunktion, denn wir dürfen erwarten, daß ein auf diesen Zeitpunkt gestelltes Horoskop die Tendenzen der nachfolgenden zweihundertjährigen Phase wiedergibt. Dabei kann es aufgrund der erwähnten Unregelmäßigkeiten in der geozentrischen Umrechnung nach der Mutationskonjunktion durchaus noch zu "Rückfällen" in das frühere Element kommen, bevor das nächste Element sich endgültig etabliert hat. Die folgende Graphik verdeutlicht dies:


Die verschiedenen Farben repräsentieren hierbei die Elemente, also Feuer, Erde, Luft und Wasser. Die erste Spalte zeigt die durch die "gewöhnlichen" großen Konjunktionen, die coniunctiones minimae definierte Elementqualität. Die mittlere Spalte zeigt die durch die Mutationen definierte Elementqualität, die sich über einen Zeitraum von rund 200 Jahren erstreckt und die eigentlich bestimmende Qualität darstellt. Ganz rechts, sind die Mutationen ins Feuerelement dargestellt, die einen Zyklusbeginn repräsentieren.

Man sieht hier sehr schön, wie sich Konjunktionen durchaus auch hundert Jahre nach der Mutation noch im alten Element abspielen können. Die Elementqualität ist dabei astrologisch schon lange vorgerückt. Beispielsweise verschob sich das Trigon im Jahre 332 n. Chr. vom Erd- ins Luftelement. Aber noch 431 n. Chr. erfolgte eine Konjunktion im längst verflossenen Erdelement. Wenn man die durch die mittlere Spalte gegebenen Perioden verfolgt, so sieht man, daß gerade auch die Unregelmäßigkeiten von bis zu 100 Jahren, die hier auftreten, ihr historisches Pendant haben.[8]


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Bedeutung der Großen Konjunktionen

Warum sind eigentlich die Großen Konjunktionen von Jupiter und Saturn so bedeutsam? Stehen uns nicht mit den Transsaturniern Uranus, Neptun und Pluto noch genügend weitere Faktoren zur Verfügung, deren Zyklen sich untersuchen ließen?

Selbstverständlich lassen sich auch die anderen Zyklen untersuchen, und das wird auch mit Erfolg gemacht.[9] Jedoch haben die Transsaturnier konkretere Bedeutungsrichtungen als die klassischen Planeten. Sie stellen Verfeinerungen der klassischen Planetenprinzipien dar - man spricht auch von Uranus als höherer Oktave Merkurs, Neptun als Oktave der Venus und Pluto als Oktave des Mars - wobei sie die Planetenqualitäten in eine bestimmte Richtung spezialisieren. So ist dem Neptun stets ein auflösendes, verschleierndes Moment zueigen, Uranus bringt die überraschenden Wendungen und Pluto bringt untergründig Schwelendes ans Licht. Um die Entwicklung von Religion und Philosophie, von Welt- und Lebensanschauungen sowie vom Staats- und Rechtswesen durch die Zeiten zu verfolgen, sind keine Planeten besser geeignet als Jupiter und Saturn, denn sie fungieren als universelle Signifikatoren für diese Bereiche.

Wenn die Alten daher gerade die Jupiter-Saturn-Konjunktionen als geschichtlich bedeutsam herausstellten, so geschah dies nicht nur, weil sie keine transsaturnischen Planeten kannten, sondern weil die beiden größten Wandelsterne unseres Sonnensystems in ihrer mundanastrologischen Bedeutung am besten auf das paßten, wonach sie forschten: Die Entwicklung der Religionen und Reiche.

Wie lassen sich nun die zweihundertjährigen Phasen der Elemente charakterisieren? Das astrologische Element hat natürlich eine Vielzahl von Entsprechungen, wie wir im folgenden bei der Diskussion der letzten 1200 Jahre abendländischer Geschichte sehen werden. Die Entsprechungen lassen sich zum Teil aus der Natur des Elements selbst ableiten. Zu einem anderen Teil ergeben sich die Elementbedeutungen aus der Zusammenschau der drei Zeichencharaktere, die das Element-Trigon aufspannen.

Aber es gibt doch gewisse Themen oder Schlagwörter, auf die sich die Bedeutung der Phasen zuspitzen läßt:

Dies sind sehr allgemein gehaltene Bedeutungen, die sich durch das Tierkreiszeichen, das den Anfang des neuen Elements bildet, konkretisieren lassen. Sehr genaue Entsprechungen bekommt man durch die Hinzunahme der auf den Zeitpunkt der Mutation gestellten Horoskope, wie wir im folgenden sehen werden.
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Die Feuermutation von 769

Große Konjunktion 769 (Rom)
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Im 8. Jahrhundert ereignete sich ein für das Abendland entscheidender Umbruch. Der Vormarsch der Araber, die sich in der vorangegangenen Wasser-Epoche unter dem Banner einer neuen Religion formiert hatten, konnte durch den fränkischen Hausmeier Karl Martell in den Schlachten bei Tours und Poitiers 732 gestoppt werden. Das von Karl dem Großen geschaffene Frankenreich in den gewaltigen Ausdehnungen, die es nach Missionierung und Eingliederung der Sachsen, nach Sicherung des Reichs gegen die Araber und Slawen gewonnen hatte, bildete die Grundlage des christlich-abendländischen Selbstverständnis. Das gleiche gilt für die Kaiserwürde die Karl der Große als erster abendländischer König im Jahre 800 erlangte.

Im Horoskop der Mutation, auf das damalige spirituelle und moralische Zentrum Rom errichtet, sehen wir eine starke Löwebesetzung im 2. Feld. Insbesondere findet die Mutationskonjunktion selbst im Löwezeichen statt, in Form einer vierfachen Konjunktion von Sonne, Jupiter, Saturn und Neptun. Diese Konstellation repräsentiert den Kaiser: Sonne ist Universalsignifikator für herrschaftliche Würde, ebenso symbolisiert ihr Domizil Löwe den Herrscher. Dazu kommt, daß seit Ptolemäus das Frankenreich dem Löwezeichen zugeordnet wird. Die souveräne und vorbildliche Art, wie er sein Reich führte, hat ebenso Löwe-Signatur wie die Tatsache, daß diese Epoche für die Wiedererlangung des abendländischen Selbstbewußtseins steht.

Im Gegenzug repräsentiert der Aszendent im Zeichen Krebs - es handelt sich um ein Horoskop für Rom - das Papsttum, das sich zu Beginn dieser Epoche denn auch noch schwach und rückwärtsgewandt zeigt. Der Mond, Herr des Aszendenten, steht in Opposition zur Kaiserkonstellation, die Spannungen andeutend, die sich zwischen Papst und Kaiser entfalten werden.[10]

Die Kaiserkonstellation ist auch mit dem Neptun verknüpft. Neptunisch ist Karls spirituelles Selbstverständnis. Er hatte die Vision eines weltumspannenden christlichen Reiches, zu dessen Führung der Kaiser durch Gottes Gnade bestimmt sei. Diese Vision, inspiriert von der augustinischen civitas dei, trägt deutlich Neptuncharakter - denn Neptun ist auch Abstraktion, Zusammenfassung zu höherer Einheit, Auflösung von Widersprüchen und natürlich: das Spirituelle. Der Kaiser sah sein Amt als Priesterkönigtum: Auf Synoden wurde er als rex et sacerdos, als König und Priester tituliert. Im Kreise seiner Vertrauten ließ der Kaiser sich sogar als "König David" anreden. Konsequent paßt hierzu die Einsetzung geistlicher Führer, von Bischöfen und Klosteräbten durch den Kaiser, die sogenannte Laieninvestitur, die in der 200 Jahre später folgenden Erde-Zeit wieder zum Konfliktthema aufsteigen sollte.

Das Sextil der Kaiserkonstellation zum Uranus zeigt die Reformfreude des Kaisers, der das Reich völlig neu verfaßte und segensreiche Neuerungen wie das Lehnswesen einführte, die Jahrhunderte später in ihren Konsequenzen zum Tragen kamen.

Nach dem Ende der Karolinger begann auch für die Kirche ein saeculum obscurum. Sie fiel auf den Rang einer bloßen stadtrömischen Institution zurück, das Papsttum selbst wurde zum Spielball verschiedener römischer Adelsgeschlechter, der Tuskulaner, Spoletaner etc. In diese Zeit fällt auch das makabre "Leichengericht" des Papstes Stephan VI., der die Leiche seines Vorgängers, Papst Formosus neun Monate nach seinem Ableben ausgraben ließ, ihn in Papstwänder kleidete, von einem Gericht verurteilen und in den Tieber werfen ließ. Erst in der nachfolgenden Erdezeit gelang erneut eine Konsolidierung der Kirche.


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Die Erdmutation von 1007

Grosse Konjunktion 1007 (Rom)
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Wenn wir ein renommiertes Geschichtsbuch über das europäische Mittelalter wie das von Jaques Le Goff aufschlagen[11], so wird interessanterweise ab dem Jahr 1000 ein deutlicher Einschnitt verzeichnet, der durch die rege Zunahme der Bautätigkeit gekennzeichnet ist: "Neben Kathedralen und zahllosen Kirchen von unterschiedlicher Größe entstehen wirtschaftliche Zweckbauten wie Brücken, Kornspeicher, Markthallen, aber auch immer mehr Steinhäuser, die von den Reichen in Auftrag gegeben werden." Schon die Historiker des Mittelalters wie der Burgunder Radulf Glaber (ca. 980 - 1050) verzeichneten diese Wende: "Als das dritte Jahr nach dem Jahr tausend ins Land zog, wurden fast auf der ganzen Erde, vornehmlich aber in Italien und Gallien, die Kirchen umgebaut; nicht etwa wegen der Baufälligkeit - die meisten waren sogar recht gut erhalten - sondern weil jede christliche Gemeinde, von glühendem Wetteifer erfaßt, eine noch prächtigere besitzen wollte als die Nachbargemeinden. Es war geradezu, als schüttelte die Welt ihr Alter ab und legte allenthalben einen weißen Mantel von Kirchen an. Damals wurden fast sämtliche Kirchen der Bischofssitze, die den verschiedenen Heiligen geweihten Klosterkirchen, ja selbst die Dorfkirchlein von den Gläubigen schöner wiederaufgebaut."[12]

Die Mutationskonjunktion der Erdezeit (1007-1186) zeigt die Große Konjunktion im Zeichen Jungfrau und eine Konjunktion von Sonne und Pluto im Zeichen Skorpion. Nun ist die Erde selbst natürlich Symbol für alle Arten von Bautätigkeit; insbesondere trägt aber der in dieser Zeit entwickelte romanische Baustil mit seinen fülligen, massigen Rundformen, eine deutliche Erde-Signatur. Auch die in dieser Zeit wiederentdeckte Reliefkunst und damit der Aufschwung der Bildhauerei ist dem Erdelement zuzuordnen, wobei aber nach meinen Beobachtungen auch ein klarer Zusammenhang der Bildhauerei mit dem Zeichen Skorpion besteht, das hier durch die Sonne-Pluto-Konjunktion stark hervorgehoben ist. Diese Konjunktion ist natürlich auch für den vom Chronisten beschriebenen Ehrgeiz, den glühenden Wetteifer als Triebfeder dieser neuen Bauprojekte verantwortlich.

Wie in der Erdezeit zu erwarten, wendet sich die Aufmerksamkeit der Menschen auf den materiellen Wohlstand. Der Lebensstandard wächst in dieser Epoche gewaltig. Das ist vor allem einigen Neuerungen in der Landwirtschaft zu verdanken. Die Dreifelderwirtschaft wird eingeführt und bringt massive Ertragssteigerungen. Ertragreiche Sorten wie Hafer und Roggen werden eingeführt. Ausserdem werden Wälder und Sumpfgebiete für die Landwirtschaft erschlossen. All dies hat direkte Erde-Qualität, steht aber auch im Zusammenhang mit dem Erntezeichen Jungfrau, in dem die Konjunktion stattfindet. In der zweiten Hälfte der Erdezeit erreicht die arabische Buchgelehrsamkeit Europa. Fein von Hand ausgearbeitete Buchmanufakturen erlangen Berühmtheit, und die ersten Bibliotheken werden gegründet. Dies hängt mit der durch den neuen Wohlstand möglichen Verstädterung Europas zusammen. Man kann sich nun eine Schicht von Berufsintellektuellen leisten - was auch die nachfolgende Luftzeit vorbereitet.

Philosophisch beginnt in dieser Zeit die Aneignung der griechischen Klassiker mit dem Aristotelismus. Die Werke des Aristoteles gelangen von den Arabern über Spanien in die abendländischen Kulturzentren. Die arabische Philosophie bringt jedoch mit Averroes einen materialistischen Einschlag, der in der nachfolgenden Luftzeit durch die Scholastik heftig bekämpft wird.

Eine weitere Konstellation, die in eine ganz andere Richtung weist, ist die Konjunktion des Waage-Mars mit Mond, in Opposition zu Uranus und im Quadrat zu Neptun. Das Ritter-Ideal erlebte in jener Zeit einen mächtige Aufschwung, spornte zu heldenhaften Taten an, aus Gerechtigkeitsimpulsen heraus (Mars in der Waage), verlangte auch nach Abenteuer (Opposition Uranus im Widder), wurde aber auch durch gezielte Lügen instrumentalisiert. So mußte die Legende von den armen Pilgern, die von bösen Muselmanen an ihren Pilgerfahrten gehindert werden, für die unseligen Kreuzzüge herhalten. Im Laufe von vier Jahren gelang es den Kreuzfahrern unter Gottfried von Bouillon tatsächlich, die Heilige Stadt von den Türken zu befreien und ein Protektorat der "Beschützer des Heiligen Grabes" einzurichten, das allerdings nur bis 1146 Bestand hatte. Die Niederlage konnte auch durch den nachfolgenden zweiten Kreuzzug (1147-1149) sowie alle weiteren Kreuzzüge bis zum besonders abgeschmackten Kinderkreuzzug von 1202 nicht mehr rückgängig gemacht werden.


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Die Luftmutation von 1186

Grosse Konjunktion 1186 (Paris)
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Das Jahr 1140 wird allgemein als der Beginn der Gotik angesehen[13]: Am 14. Juli 1140 wurde der Chorneubau der Benediktinerkirche von St. Denis auf Initiative des Abtes Suger eingeleitet. Der romanische Baustil wird durch die Gotik abgelöst, die sich vor allem durch ihren Vertikalismus auszeichnet: Das Strebewerk, die hochgewölbten gotischen Bögen reißen den Blick nach oben. Die gotische Kathedrale wird wirklich in den Himmel gebaut. Astrologisch ist diese klare neue Qualität durch das Element Luft umrissen. Die herrlichen farbigen Glasfenster der Kathedralen stellen eine durch das Licht in die Luft gearbeitete Kunst vor. Die Venus am Aszendenten von Paris, im trigonal-sextilischen Dreieck zur Großen Konjunktion in der Waage und zu Neptun im Wassermann, zeigt nicht nur, von wo dieser neue Kunstbegriff ausgeht, sondern auch, daß die Sternenstunde für eine künstlerische, aus spirituellen Gründen (Neptun im Wassermann) genährte Wende in der Kunst günstig ist. Das Zeichen Schütze begünstigt die Ausbreitung der Gotik und die fast schon missionarische Begeisterung ihrer Anhänger.

In deutlicher, nicht nur zeitlicher, sondern auch qualitativer Parallele zur Gotik steht die Scholastik. Diese Parallelen sind von dem Kunsthistoriker Erwin Panofsky im einzelnen herausgearbeitet worden[14] - ist doch eine hochscholastische Summa nichts anderes als ein Gedankendom, der wie die Kathedrale zur Verherrlichung Gottes geschaffen wurde. Panofsky führt diese Analogie mit Erfolg in allen Einzelheiten des Bau- und Schreibstils weiter aus. Nach der Aneignung der aristotelischen Philosophie beginnt nun in der Luftzeit der Verdauungsprozeß: Aristoteles wird christianisiert. Die Philosophie bekommt in dieser Zeit, wie in einer Luftzeit nicht anders zu erwarten, einen idealistischen Einschlag. Als Beispiel möge der Universalienstreit dienen, der Streit zwischen sogenannten Realisten und Nominalisten. Während die Realisten den Gattungsbegriffen eine Existenz unabhängig vom erkennenden Geist zubilligten und den Einzeldingen nur insoweit Realität zumaßen, als sie Anteil am Gattungsbegriff haben, sieht der Nominalist die Gattungsbegriffe als bloße Benennungen, nackte Abstraktionen, die für sich keine Realität haben. Obwohl sich der Nominalismus - in der Spätscholastik vor allem von Wilhelm von Ockham gelehrt - letztlich durchsetzte, war in der hier beschriebenen Epoche der Realismus die vorherrschende Haltung. In der Schule von Chartres verschob sich der Focus von Aristoteles zu Platon, insbesondere zu seiner Lehre von der absoluten Realität der Ideen. Universitäten entstanden in ganz Europa, und die Disputation, der Dialog waren ein verbreitetes Stilmittel zur Erörterung neuer Theorien.

Mit dieser Hochschätzung der ideellen ging eine Vernachlässigung der materiellen Sphäre einher, ja der gesamten Leiblichkeit. Vor diesem Hintergrund versteht man das Vorgehen der 1215 eingeführten Inquisition besser. Die Kirche ordnete an, gegen Anhänger von Irrlehren Prozesse einzuleiten, ohne daß hierfür ein Ankläger existieren muß (Übergang vom Akkusations- zum Offizialprinzip). Die Ansichten des Ketzers waren die einzige reale Gefahr, es wurde ein rein ideeller Kampf gefochten. Daß der Leib des Ketzers durch den weltlichen Arm den Flammen übergeben wurde, war dabei nicht wesentlich: Die Hauptsache war, daß die Seele keinen Schaden nahm. Im übrigen sah man sich gestützt durch die Heilige Schrift, in der es ja heißt: "Wer des Herrn Name lästert, der soll des Todes sterben. Die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. " [Lev. 24,16].

Die Katharer, die in ganz Südfrankreich Zulauf hatten und sich durch Waldes in Norditalien zu verbreiten begannen, zeichneten sich ihrerseits durch extreme Leibfeindlichkeit aus. Diese Welt war ihnen von Grund aus verdorben, der Sinn des Lebens kann höchstens in einer radikalen Umordnung der Seele in Richtung jener Lichtheimat liegen, aus der sie einst gekommen ist. Zu dieser radikalen Umkehr gehörten Gebet, dreitägiges Fasten in der Woche, völlige Enthaltung von Sexualität und Fleischgenuß. Die wichtigste Heilshandlung der Katharer, das consolamentum oder die Taufe des Heiligen Geistes, war ein Sakrament von derartig bewegender Kraft, daß viele Katharer sich nach ihrem Empfang der Welt ganz entzogen, indem sie sich im Bett mit einem Tuch erdrosselten oder durch eine völlige Verweigerung jeder Nahrungsaufnahme dem Tod entgegengingen. »Der Freitod ist nach katharischer Auffassung nur das Ablegen eines zu engen Kleides. Der Wunsch nach dem Paradies trieb sie zur Entleibung, einer Handlung, die bei ihnen aus der inneren Losgelöstheit von den Fesseln der Materie hervorging«, schreibt der Kirchengeschichtler Walter Nigg [15].

Luft ist pneuma, also auch Wind (1222 wurde in Köln übrigens die erste Windmühle erbaut) oder Geist - in einer christlichen Kultur daher auch Heiliger Geist. In dieser Zeit schossen neben den Katharern noch eine Vielzahl von kleinen und kleinsten religiösen Bewegungen aus dem Boden, die sich vom Heiligen Geist ergriffen fühlten und ihr Leben neu ordneten, die Waldenser, Humiliaten, Lombarden, Patarener, ... Nicht alle diese Bewegungen verurteilten die Kirche - viele waren, wie der Franziskanerorden - der Kirche untertan. Ein gemeinsames Moment ist aber die Ergriffenheit vom Heiligen Geist und die Geringschätzung aller weltlichen Reichtümer, Ehren und Genüsse.

Den »Seifenblaseneffekt« des Luft-Elements, daß Reiche sich schnell aufblähen, um bald wieder in sich zusammenzusinken, können wir im Aufstieg und Fall des Mongolenreichs beobachten. Dieses Reich, das unter Dschinghis-Khan eine riesenhafte Ausdehnung bis nach Indien und China einerseits, nach Arabien und Polen andererseits erlangt und den ganzen asiatischen Kontinent umfaßt, ist kaum hunder Jahre später wieder auf seine natürliche Größe zusammengesunken (während der weitere Vormarsch nach Europa in der Schlacht bei Liegnitz 1241 gestoppt werden konnte).


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Die Wassermutation von 1305

Grosse Konjunktion 1305 (Paris)
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Diese Mutation auf 0°49' Skorpion leitet eine fast dreihundertjährige Wasserzeit ein. Es fällt sofort die Planetenhäufung im Skorpion in Opposition zum Mond in Stier auf, was auf ein Autoritätsproblem zwischen Volk und geistlicher bzw. weltlicher Macht hinweist. Durch Uranus beim Konjunktionsort werden es unruhige Jahrhunderte, geprägt von Reformeifer und Revolten. Bauernkriege und soziale Unruhen (man beachte auch Pluto Konjunktion Mars) gefährden die Stabilität des Systems.

Man kann sich nach einem Blick auf den Elementverlauf der Konjunktionen fragen, ob der Beginn der Wasserzeit wirklich bereits 1305 anzusetzen ist und nicht hundert Jahre später. In der Tat findet 1305 im Skorpion nur die erste Konjunktion einer dreifachen Konjunktion statt, und die beiden nachfolgenden Konjunktionsorte liegen noch am Ende der Waage. Ebenso finden noch bis 1405 Konjunktionen in den Luftzeichen statt.

Zwar hat die Epoche in ihrem ersten Jahrhundert noch einen deutlichen Lufteinschlag und setzt die Strömungen fort, die auch für die vorangehende Luft-Epoche galten. Aber der Beginn der Wasserzeit im Jahre 1305 ist sachlich richtig und historisch nachvollziehbar. Einmal vorweggenommen, daß Reformation und Renaissance die beiden großen Kulturerscheinungen sind, die dieser Wasserzeit entsprechen, müssen wir den Beginn dieser Epoche im Jahre 1305 ansetzen: Denn für die Historiker beginnt mit Wiclif (1324-1384) und Hus (1370-1415) die Zeit der Vorreformation, die tatsächlich schon die ganzen Symptome der Reformationszeit in sich trägt: Wiclif und Hus lehren die Erneuerung der Kirche und kritisieren den Klerus, werden von der Kirche scharf angegriffen. Hus wird 1415 während des Konstanzer Konzils, da er nicht widerruft, zum Tode verurteilt. Sein Märtyrertod beschert ihm eine reiche posthume Anhängerschaft, die Hussiten, es kommt zu Glaubenskriegen in Böhmen und Tschechien.

Ebenso sprechen die Historiker davon, daß man 100 Jahre vor dem eigentlichen Beginn der Renaissance bereits von einer Frührenaissance in Italien zu sprechen habe, der Künstler wie Dante (1265-1321), Petrarca (1304-1374) und Giotto (1266-1337) angehören.

Die ganze Epoche ist durch ein neu erwachendes Selbstbewußtsein der Menschen gekennzeichnet, den "Stachel des Ich", der sich als Beharren auf der Stimme des eigenen Gewissens ("Hier stehe ich, ich kann nicht anders", dieser Martin Luther zugeschrieben Ausspruch drückt das Lebensgefühl seiner Zeit aus) ebenso äußert wie als starkes Vertrauen auf die eigenen Kräfte, auch als prometheischer Stolz des Menschen (hierfür kann das Paracelsus-Wort "Ich will mein eigner Herr, nicht des Andern Knecht sein" als Beispiel dienen). Die Ideen vom Menschen als Krone der Schöpfung und das Ideal vom Uomo Universale, dem allseitig entwickelten Menschen finden größten Anklang. Die Kultur der Renaissance trägt in all ihren Zügen deutliche Skorpion-Entsprechungen. Schon der Name rinascita assoziiert mit dem Thema "Tod und Wiedergeburt" wie auch mit dem Bibelwort von der "Wiedergeburt aus Wasser und Geist".

Aber nicht nur der Stachel des Ich quält die Menschen, sondern auf rein leiblicher Ebene auch die Geißel der Pest. Bei der Epidemie von 1348, der größten Pest-Epidemie aller Zeiten, gehen innerhalb von nur drei Jahren über 30 Millionen Menschen zugrunde, das sind weit mehr Opfer als später der Dreißigjährige Krieg fordern sollte. Zutiefst skorpionisch ist diese "Maske des Roten Todes". Der gegen sich selbst gerichtete Stachel des Skorpions manifestiert sich in der Flagellanten-Bewegung, die auch anläßlich der Pestepidemie einen großen Zulauf erhält und 1415 vom Papst verboten werden muß. Skorpion-Signatur zeigt schließlich auch die sogenannte "gallische Krankheit", die Syphylis, eine im 15. Jahrhundert von französischen Söldnern aus Afrika eingeschleppte Geschlechtskrankheit.

Die Inquisition, schon von ihrer Natur her skorpionisch, vermengt sich in dieser Epoche mit dem wüsten Hexen-Aberglauben. Der 1487 erschienene malleus maleficarum (Hexenhammer), ein Machwerk von zwei mit der Inquisition befaßten Dominikanermönchen, führte zu einem epidemischen Anwachsen der Hexenprozesse, einer kollektiven Hysterie, die nachträglich kaum noch nachvollziehbar ist. Zugrunde liegt auf jeden Fall eine besondere Faszination des Volkes von der Magie. Diese Zeit ist auch die Ursprungszeit der Faust-Sagen, denn die Menschen entdecken selbst ihr Faustisches, wollen "erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält". Man stelle sich nur folgende, zutiefst skorpionische Szene vor, um einen Eindruck hiervon zu bekommen: Ein Gelehrter begibt sich in tiefer Nacht klopfenden Herzens auf den Friedhof, gräbt eine frisch begrabene Leiche aus und nimmt sie mit nach Hause, um sie in seinem Studierzimmer zu sezieren und die Geheimnisse des Blutkreislaufs, der Sehnen und Muskeln zu studieren. Der Mann (es war übrigens Leonardo da Vinci) setzt sich dem Vorwurf des schlimmsten Leichenfrevels aus, was in einer durch und durch christlichen Gesellschaft noch viel schwerer gewogen haben muß als in der heutigen - und dies nur, um sein Erkenntnisinteresse zu befriedigen.

In gleicher Weise ist es skorpionisch, auf die innere Stimme zu hören und das Wagnis einer Weltumsegelung auf sich zu nehmen - auch auf die Gefahr hin, sich verrechnet zu haben und, ohne jemals Land zu erreichen, im Meer zugrunde zu gehen. Bei den ersten Entdeckern Amerikas vermischt sich das Skorpionische mit dem uranischen Abenteurertum, aber auch mit hemmungslosem Machtstreben (Mars Konjunktion Pluto). Das Meer selbst ist darüberhinaus die direkte Entsprechung des Wasserelements, so daß das Aufblühen des Seehandels ab dem 15. Jahrhundert aus astrologischer Sicbt nicht besonder verwundert. Es ist die Zeit Heinrichs des Seefahrers (1394-1460, er untenahm übrigens selbst keine längeren Seereisen), von Bartolomeo Diaz, Vasco da Gama, Maghellan und natürlich Kolumbus.

Die Konjunktion von Sonne und Merkur der vorangegangenen Mutation setzt sich hier fort, allerdings durch die Stellung im Steinbock noch stärker mit einem allgemeinen kulturellen Aufschwung verknüpft. Im Trigon zum Mond und im Sextil zur Großen Konjunktion ist Sonne - Merkur günstig für Aspekte der Volksbildung (Alphabetisierung); es ist auch die Zeit der Bibelübersetzungen in die Volkssprachen, deren erste es übrigens schon lange vor Luther gab. Die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern (Sonne Merkur in Sextil zu Uranus!) durch Gutenberg im Jahre 1445 führte auch zu einer Popularisierung des Buches. Dem Volksgeschmack entsprechend, handelte ein großer Teil der damals in großen Auflagen verbreiteten Bücher von okkulten Dingen und geheimen Wissenschaften, von Magie und auch von Astrologie. Dieser Tatsache verdankt die Astrologie ihre letzte große Blütezeit (1450-1650).


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Die Feuermutation von 1603

Grosse Konjunktion 1603 (Paris)
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Im Jahre 1603 begann ein neuer Zyklus Großer Konjunktionen durch eine coniunctio maxima im Schützen. Die nebenstehende Figur ist wieder für Paris auf den Konjunktionszeitpunkt errichtet.

Betrachten wir die Konstellationen dieses Horoskops, so fällt zunächst auf, daß zur Großen Konjunktion der Merkur hinzugetreten ist, eine der Mathematik (vor allem Merkur Konjunktion Saturn gilt als "Mathematikerkonstellation") und Philosophie (Jupiter), überhaupt dem intellektuellen Leben sehr günstige Konstellation. Saturn gibt dem Intellekt die nötige Tiefe, den Ernst, Gedanken durchzuhalten, während Jupiter zum großen Wurf befähigt, die Einzelentdeckung in den Zusammenhang einer größeren Theorie stellt.

In diese Zeit fällt die Entdeckung der Infinitesimalrechnung - unabhängig von Leibniz und Newton - die bis heute die Grundlage der höheren Mathematik und aller Naturwissenschaften bildet. Philosophiegeschichtlich beginnt das Zeitalter der Aufklärung mit all dem Schwung, dem Sendungsbewußtsein und dem beinahe naiven Optimismus, der dem Zeichen Schütze zueigen ist. Die Aufklärung, die der rationalen Durchdringung aller Lebensbereiche huldigt, sieht sich zugleich im Dienste einer höheren Mission - der Volksgesundheit, der Volkserziehung zu selbstbewußten, selbst denkenden Individiuen, die die Lügen ihrer Herrscher durchschauen. Hier finden die Grundkräfte der Konzentration (Saturn) und Expansion bzw. Universalität (Jupiter) im Gedankenelement (Merkur) zueinander. Merkur Sextil Mars zeigt die feurige, streitlustige Grundhaltung, mit der die neuen Einsichten verkündet werden.

Der Mars im neunten Haus der Religion, in Sextil zur Großen Konjunktion im Schütze (also wieder neun) zeitigt jedoch auch problematischere Auswirkungen: Die religiösen Auseinandersetzungen, Erbe der Reformationszeit, die sich im Dreißigjährigen Krieg entladen. Das Zeichen Waage, in dem der Mars sich befindet, kann dabei symbolisch für die beiden, strukturell doch recht gleichartigen Hauptparteien des Konfessionsstreits stehen. Wenn man diesen Streit als Unabhängiger von außen beobachtet, weisen die beiden Parteien nämlich keine wirklich großen Unterschiede auf: Die Glaubensbekenntnisse sind praktisch gleich, die Gläubigen sind in eine Hierarchie eingebunden, der sie sich unterzuordnen haben, die Kulthandlungen sind gleichartig und unterscheiden sich nur in Details.

Die Große Konjunktion empfängt ein Quadrat von Neptun. Täuschungen und Illusionen, vor allem im Glaubensbereich (Neptun auf Spitze neun), behindern häufig eine realistische Sicht der Dinge, wobei Neptun darüberhinaus in seinem Exil in Jungfrau in die festen Formen von Wort und Schrift gebannt ist. Wir denken an die aus der Reformation hervorgegangenen dogmatisch erstarrten Glaubenbekenntnisse, das endlose Theologengezänk des "Wir glauben... wir verdammen...", an die üm Christi willen" angezettelten Blutnächte und Kriege.

Der Astrologe van Nostrand lenkte bereits 1962 das Augenmerk auf den Ort dieser Konjunktion, den 8. Schützegrad, der traditionell den USA zugeordnet wird. In den bekannten Staatshoroskopen steht dieser Grad am Aszendenten oder Deszendenten [16]. In der Tat wird dieser 1603 eingeleitete 800jährige Zyklus stark von den USA dominiert. In die Feuerzeit, die der Konjunktion nachfolgte, fällt die Besiedlung Amerikas durch Europäer, das man ganz schützehaft für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ansieht. Amerika ist übrigens das einzige Land der Welt, das seinen Bürgern per Verfassung den uneingeschränkten pursuit of happiness zugesteht, die Verfolgung des persönlichen Glücks (Jupiter / Schütze!). Feuerzeiten sind, wie erwähnt, immer auch Zeiten des Neubeginns und der Expansion. Hier waren es die in der Wasserzeit von den Seefahrern entdeckten neuen Welten Amerikas, deren weite Räume den ausgewanderten Europäern nun ein völlig neues Freiheitsgefühl eröffneten.

Wir sehen aber auch Sonne Konjunktion Venus in eins, leider verdorben durch eine Opposition zu Mond. Kaum passender ließe sich astrologisch der Stil des Barock beschreiben: Liegt doch oft ein Zuviel an Schönheit, eine Übertreibung des ästhetischen Prinzips vor, die oft die Mitte und das rechte Maß verläßt. Daß diese Vollmondkonstellation für Paris an die Achse eins/sieben gebunden ist, hängt auch mit dem Zeitalter des Absolutismus zusammen. Der dem Volk (Mond) gegenüberstehende König (Sonne), der sich, um den Zusammenhang noch offensichtlicher zu machen, selbst als Sonnenkönig titulierte, förderte die Künste und schwelgte in Prunk und Wohlleben (Sonne Konjunktion Venus). Er bildete damit die Spannungen voraus, die sich gegen Ende der Epoche in der Französischen Revolution entladen sollten. Das Horoskop König Ludwigs XIV., des absolutistischen Königs schlechthin, resoniert denn auch stark mit dem Mutationshoroskop. Der König hat Mond Konjunktion Venus (statt Sonne Konjunktion Venus) in Opposition zu Saturn und im Trigon zum Ort der Mutationskonjunktion. Darüberhinaus steht sein Uranus in enger Konjunktion mit der Himmelsmitte des Mutationshoroskops.

Auch der endgültige Sieg des heliozentrischen Systems kann mit dieser Konstellation in Verbindung gebracht werden. Just ein Jahr nach der Konjunktion, im Jahre 1604 erschien die astronomia nova von Johannes Kepler, in der die elliptischen Planetenbahnen beschrieben werden. Noch ehe das Jahrhundert zu Ende ist, sind die elliptischen Bahnformen durch die theoretische Mechanik Newtons aus einem allgemeinen Prinzip, dem Gravitationsgesetz hergeleitet, und damit konnte das heliozentrische Weltbild als etabliert gelten (wenn auch die endgültigen Beweise der Erdbewegung erst im 19. Jahrhundert vorgelegt werden konnten). Damit hatte Newton eine erste "vereinheitlichte Theorie" geschaffen, aus der so verschiedene Phänomene wie die elliptische Bahnform der Planeten und der freie Fall hergeleitet werden können. Die Sonne, die hierbei sich selbst als Himmelskörper bedeutet und die nicht nur Herr des Feuerelements ist, sondern im Mutationshoroskop an den wichtigen Orten europäischer Wissenschaft im ersten Feld steht, bildet wie erwähnt eine Konjunktion zu Venus. Das bedeutet, daß das neue System nicht zuletzt aufgrund harmonikaler Überlegungen siegt. Dabei müssen wir nicht so sehr an Keplers harmonice mundi denken, wo er das neue Weltsystem mit geometrisch-harmonikalen Argumenten fundiert, sondern eher an den berühmten Ausspruch des Kopernikus: "Wir finden in dieser Anordnung eine bewundernswürdige Symmetrie der Welt und eine Harmonie in dem Zusammenhang der Bewegung und Größe der Bahnen, wie man sie anderwärts nicht finden kann."


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Die Erdmutation von 1802

Grosse Konjunktion 1802 (Berlin)
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Die auf Berlin berechnete Figur dieses Erdzyklus zeigt Mars in gradgenauer Konjunktion mit dem Aszendenten - Symbol für die verheerenden Kriege, die in dieser Zeit gerade auch von deutschem Boden ausgingen. Mars Opposition Neptun, noch dazu in den Eckfeldern eins und sieben, paßt gut auf eine Zeit der Demagogen, auf ein Hingerissenwerden zur Gewalt durch verzerrte Bilder der Wirklichkeit. Wen wundert es noch, daß wir in den Horoskopen von Lenin, Robespierre und Napoleon die Konjunktion dieser beiden Planeten vorfinden?

Der "Führer" A. Hitler, der mit einer wahnhaften Rassentheorie (Neptun) ein Volk in Krieg und Verderben (Mars) riss, hat zwar selbst keine direkte Verbindung von Mars und Neptun, ist aber in der Zeit der Neptun/Pluto-Konjunktion (1891) geboren (Pluto gilt auch als "höhere Oktave" des Mars), und seine bekannte verdorbene Mars - Venus - Konjunktion (Neptun ist "höhere Oktave" der Venus), steht gradgenau auf dem Mars dieses Mutationshoroskops und aktiviert damit diese Oppositionsachse. Die schicksalhafte Verknüpfung gerade der Deutschen mit diesem Horoskop zeigt sich auch bei der Synastrie mit dem Reichshoroskop vom 1.1.1871: Pluto hat zur Reichsgründung gerade den Aszendenten und den dort stehenden Mars erreicht. Mars seinerseits bildet eine Konjunktion Uranus in Anderthalbquadrat zu seinem radikalen Ort. Die Jupiter-Saturn-Konjunktion selbst ist durch ein Trigon Mond aus Stier aspektiert.

Bemerkenswert ist, daß in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts Neptun wieder durch Skorpion lief und damit ein letztes Mal in der Erd-Epoche dieses Thema auslöste. Die Befreiungsbewegungen der sogenannten Dritten Welt, die in dieser Zeit die Ketten der Kolonialherrschaft abstreiften, überschätzten oft auf unrealistische Weise ihre Lage und sahen ihre Befreiungskämpfe im Kontext einer globalen Weltrevolution. Wäre eine solche zum damaligen Zeitpunkt eingetreten, hätte sie sicher das Gegenteil von Befreiung bedeutet.

Die Mutationskonjunktion steht auf 5° Jungfrau und spricht damit das Thema des Kontrollierens und Planens, der geisten und materiellen Ökonomie, des Haushaltens an. Auch die sogenannten "exakten Wissenschaften" sind durch das Jungfrau-Symbol angedeutet, die gerade in dieser Erdzeit eine gewaltige Blütezeit erleben. Wie alle Erdzeiten eine Hinwendung zu den materiellen Werten beinhalten, häufig auch einen massiven Zuwachs des materiellen Lebensstandards mit sich bringen, so kommt auch stets die Neigung zum weltanschaulichen Materialismus auf. Dies war auch schon in der vorangegangenen Erd-Epoche des 11. und 12. Jahrhunderts spürbar - allerdings war der Materialismus in der Philosophie eines Averroes noch eher angedeutet, und materialistisches Philosophieren lag den fest im Gottglauben verankerten Menschen noch fern. Nun, im 19. und 20. Jahrhundert, erleben wir eine Hoch-Zeit des Materialismus, auch des philosophischen Materialismus, wie er besonders durch die marxistische Welt- und Geschichtsauffassung verbreitet wird. Eine Theorie, die den Gang der Weltgeschichte aus Aufständen wegen leerer Fleischtöpfe erklärt, kann nur in einer Erd-Epoche den Anklang finden, den sie gefunden hat. Die sogenannten realsozialistischen Staaten vereinten eine materialistische Weltanschauung mit totaler Fürsorge im materiellen Bereich, aber auch mit totaler Überwachung. Es waren Länder, in denen die bewußte gesellschaftliche Kontrolle von Produktion und Verteilug versucht wurde - und in Bürokratie und Mangelwirtschaft ausartete, weil die Zeit für diese Art des Wirtschaftens noch nicht gekommen ist.

Sonne Konjunktion Merkur, für Berlin nicht nur im Krebs, sondern sogar auch in vier, spricht deutlich das Motiv der Heimatsuche, aber auch des Nationalstaats an, der Idee eines rational und verfassungsmäßig festgeschriebenen (Merkur) Vaterlandes ( Krebs). Im harmonisierenden Punkt der Mars / Neptun Opposition stehend, wirkt sie hier wohl auch als Brennpunkt und Katalysator.

In den Fischen, der Großen Konjunktion gegenüber, finden wir eine Konjunktion von Mond mit Pluto. Hiermit ist das Thema Macht des Volkes oder Macht der Massen angesprochen, was oft in eine durch die Position in Fische angedeuteten Mystifizierung des Kollektivs ausartet, wie sie z.B. le Bon in seiner Psychologie der Massen betreibt. Aber auch in einem positiven Sinne, als Ideal der Demokratie, wirkt sich die Konjunktion aus. Durch Opposition ist ihr Gegensatz zur Großen Konjunktion dargestellt, die dagegen den Gedanken der Planbarkeit, der intellektuellen Kontrolle hervorhebt. So waren die beiden letzten Jahrhunderte auch eine Zeit des Ringens um eine gerechte und doch zugleich freilassende Wirtschaftsweise.


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Die Luftmutation von 1980

Grosse Konjunktion 1980 (Berlin)
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Das Horoskop auf die erste dieser Konjunktionen zeigt eine "Perlenschnurkonstellation": Alle Planeten befinden sich in einem engen Winkelbereich von rund 110 Grad, der mit der Großen Konjunktion beginnt und mit Mars in Wassermann endet.

Eine solche Perlenschnurkonstellation zieht, symbolisch gesprochen, die Möglichkeiten des Daseins zusammen. Dies vor allem, da sie in den Herbst- und Winterzeichen stattfindet und für Europa unter dem Horizont steht. Das Leben zieht kleinere Kreise. Auch fehlt der Anreiz der Oppositionen, um Großes zu vollbringen. Das Herbstzeichen Waage, in dem die Konjunktion stattfindet, ist Symbol das Gleichgewichts. Zum Konjunktionszeitpunkt war es noch das "Gleichgewicht des Schreckens", das die Menschen auf die Straßen brachte - es war die Zeit der großen Friedensdemonstrationen angesichts einer in zwei Machtblöcke geteilten Welt. Heute ist eher die Problematik des ökologischen Gleichgewichts in den Vordergrund gerückt. In der Tat ist das Ökologieproblem ein für das Luftelement typisches Problem: Die eigenen Ideen werden verfolgt, ohne Rücksicht auf die materiellen Grundlagen zu nehmen, von denen man doch letztlich abhängt. Die Große Konjunktion in der Waage steht für das Bewußtsein um diese Problematik, auch für das Streben nach Ausgleich und Gerechtigkeit im Sozialen - all dies wird massiv behindert durch die Quadratur zu Merkur uns Sonne im Steinbock.

Die Konjunktion der Sonne mit Merkur, die wir auch im Mutationshoroskop des Erdzyklus vorfanden, deutet an, daß auch in dieser Luftzyklus noch, wie im vorangegangenen Erdzyklus, das Denken an den eigenen Vorteil und der merkantile Geist Merkurs vorherrschen, wenn auch nun im Steinbock mit anderer Zielrichtung. Zu beachten ist der sehr enge Orbis der Konjunktion von nur 17 Bogenminuten, der dem Denken eine noch größere Engstirnigkeit verleiht.

Es zeichnet sich in dieser Luftzeit bereits ab, daß das Denken einen idealistischen oder auch ideologischen Einschlag bekommt. Aus Prinzipien heraus wird geurteilt, und die materiellen Verhältnisse allein verlieren an Bedeutung. Hierzu gehören Denkweisen wie das Prinzip der political correctness ebenso wie die Zunahme fundamentalistischer Religionen und Weltanschauungen aller Art. Mit der Anerkennung der Realität der Idee wachen auch Intoleranz und Fundamentalismus. Denn man kämpft nur um Dinge, die man als existent erachtet und die einem wichtig sind.

Typisch für eine Luftphase sind auch die massenhaften Migrationsbewegungen, deren weitere Zunahme noch zu erwarten ist. Wir denken an die Luftzeit der Völkerwanderung 400-600 und das Mongolenreich im 13. Jahrhundert. Auch in dieser Luftzeit ist wieder die Ausdehnung eines Reiches denkbar, das danach wie eine Seifenblase zerplatzt.

Der freie Informationsfluß und die in der Erdzeit neu entwickelten Technologien werden nun wieder mehr dem Gedanken, der Idee dienen als der materiellen Absicherung. Das ist in den Anfängen bereits erkennbar. So ist es im Wirtschaftsleben üblich geworden, erdumspannende Konferenzen als sogenannte Videokonferenzen zu führen, wo unter Verwendung von internationalen Datenleitungen lediglich die Informationen, die geistigen Inhalte der Konferenz ausgetauscht werden, während man auf eine physische Zusammenkunft verzichtet. Die Informationstechnologie allgemein ist durch Uranus im dritten Feld repräsentiert, der in die Halbsumme des einzigen größeren Aspekts dieses Horoskops getreten ist, zwischen Jupiter / Saturn und Sonne / Venus.


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Zur Genauigkeit der Konjunktionshoroskope

Jupiter bewegt sich am Tag um ca. 4'55" im Tierkreis, Saturn um 1'58". Die Differenz, auf die es bei der interpolierenden Berechnung des Konjunktionszeitpunktes ankommt, hat daher eine Tagesbewegung von rund 3 Bogenminuten. Rechnet man nur bogenminutengenau, muß man also einen Fehler von einem Drittel Tag, d.h. 8 Stunden rechnen. Erst bei bogensekundengenauer Rechnung - die in historischen Zeiträumen erst seit einigen Jahren durch neu gerechnete Ephemeriden des Jet Propulsion Laboratory möglich ist - hat man eine Genauigkeit von immerhin 8 Zeitminuten bei der Berechnung des Konjunktionszeitpunktes. Auch die DE405 des Jet Propulsion Laboratory rechnet für die äußeren Planeten in historischen Zeiten noch mit einem Fehler im Bogensekundenbereich.

Die Planetenstellungen der hier vorgestellten Horoskope wurden mit der Swiss Ephemeris von Dr. Alois Treindl und Dieter Koch berechnet, die die Ephemeriden des Jet Propulsion Laboratory sehr genau reproduziert. Aufgrund der Fehlerangaben von Myles Standish für die JPL sind auch die Aszendenten der hier vorgestellten Horoskope noch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet, das gilt besonders für die direktionalen Angaben zum Horoskop von 769. Allerdings basieren die hier angegebenen Horoskope auf den genauesten verfügbaren Ephemeridendaten, sind also so genau, wie es nach heutigem Wissen eben möglich ist.

Vorsicht ist bei allen Konjunktionshoroskopen aus älteren Astrologiebüchern geboten. So wird in dem Werk Mundanastrologie von Baigent, Campion und Harvey die Große Konjunktion von 1842 nicht nur fälschlich als Mutationskonjunktion bezeichnet (die Mutation erfolgte bereits 1802), sondern darüberhinaus ist auch der Zeitpunkt mit 5h21m GMT falsch angegeben (der richtige Zeitpunkt ist 6h12m GMT)[17]. Das Buch ist original im Jahre 1984 erschienen - zu jener Zeit lag noch keine bogensekundengenaue Ephemeride vor, so daß die falsche Uhrzeit vermutlich durch die bogenminutengenaue Rechnung entstanden ist.

In dieselbe Falle ist Wolfgang Döbereiner gelaufen, der schon in den siebziger Jahren mit der Großen Konjunktion von 1842 operierte, die er ebenfalls fälschlich als die Mutation ins Erdelement ansieht. Er kommt auf eine Uhrzeit von 5h29m GMT, die er später wacker verteidigen muß, da bereits ganze Vortragszyklen erschienen sind, die mit den auf dieser Konjunktion basierenden "Septaren" operieren: "Es wird gerüchteweise immer behauptet, meine große Konjunktion würde nicht stimmen - direkt gesagt hat mir das noch keiner - das sind die New-comers - aber Sie dürfen mir glauben, die meine stimmt. Es ist utopisch, eine feste Zeit anzugeben für die Konjunktion zwischen Jupiter und Saturn, denn die Konjunktion ist immer verschieden, je nachdem ob ich sie von der Ekliptik aus betrachte oder von sonstwo."[18] Dazu kann man nur sagen, daß eine Konjunktion von Jupiter und Saturn genauso klar definiert ist wie ein gewöhnlicher Neumond, nämlich als Übereinstimmung in geozentrischer ekliptikaler Länge. Die nötige Ephemeridengenauigkeit vorausgesetzt, kann der Zeitpunkt einer solchen Konjunktion ganz klar berechnet werden.


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Fußnoten

[1] die Grosse Konjunktion von 1802, die die letzten 200 Jahre prägte, fand im Zeichen Jungfrau statt.
[2] J. W. Goethe, West-östlicher Divan, Hafis Lied.
[3] Wolfgang Oppenheimer, Die Macht der Sterne, Universitas Verlag, München 1994.
[4] Als Beispiel für diese Art von Forschern möge F. von Bezold stehen, der sich in seiner Arbeit Astrologische Geschichtsconstructionen im Mittelalter, Deutsche Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Jahrgang 1892, Band II im Grunde darauf beschränkt, die Gegner der Astrologie zu beschreiben, die ihm besonders sympathisch sind, da er selber einer ist. Er hat kaum die Lehre der Großen Konjunktionen knapp umrissen, da muß er schon schreiben, daß der Astrologiegegner Ibn Chaldun sich gegen diese Lehre tapfer gewehrt hat. Es folgen dann die zerknirschten Auslassungen des Augustinus in seinen Bekenntnissen, die wackere Astrologie-Gegnerschaft des Tertullian, bevor er endlich die Polemik von Johannes von Salisbury gegen die "Mathematiker" besprechen kann, der Spott von Petrarca wird nicht ausgelassen, auch Nicolas Oresme, Heinrich von Langenstein und natürlich Pico della Mirandola werden ausführlich zitiert. Keine dieser Personen hat etwas zum Thema seiner Arbeit beigetragen, sie alle waren nur im negativen Sinne mit der astrohistorischen Forschung befaßt: indem sie sie nämlich heftig ablehnten.
[4a]E. S. Kennedy und David Pingree, The Astrological History of Masha'allah, Harvard University Press, Cambridge MA, 1971, S. 69.
[5] Berossos gründete im 3. Jahrhundert vor Christus eine Astrologenschule auf der griechischen Insel Kos.
[6] Die Verwendung von Syzygien und Ingressen scheint mir übrigens ein Notbehelf zu sein, da die Planetenbewegungen im Mittelalter nicht mit der nötigen Genauigkeit berechnet werden konnten, um ein Horoskop auf die Zeit der Konjunktion selbst zu stellen.
[6a] Walther Bühler, Der Stern der Weisen, Stuttgart 1983.
[7] Die Idee zu dieser Darstellung stammt aus Buch von Walther Bühler, Der Stern der Weisen, Stuttgart 1983. Der Anthroposoph Bühler benutzt jedoch den siderischen Tierkreis, der uns als Astrologen nichts angeht. Außerdem enthält Bühlers Tafel im Detail einige Rechenfehler - beispielsweise sind die Konjunktionen von 34 n.Chr. und von 1385 nicht dreifach, wie dort angegeben.
[8] Man sieht übrigens an der Graphik sehr klar, daß die so häufig erwähnte Konjunktion des Jahres 7 v. Chr. in den Fischen keineswegs eine Elementmutation, sondern in Wahrheit einen Nachzügler der Wasserzeit darstellt, die im Jahre 225 v. Chr. begann (also im Lichte des dargestellten Jupiter-/Saturn-Zyklus eigentlich eine unwichtige Konjunktion ist, von der Bedeutung einmal abgesehen, die sie durch ihre Verdreifachung erhält). Das deckt sich übrigens mit der religionsgeschichtlichen Einordnung von Jesus, dessen Lehren bereits ein bis zwei Jahrhunderte vor ihm von den Essenern gepredigt wurden, während im griechischen Rom die zu jener Zeit entstandene Stoa große Ähnlichkeiten mit der christlichen Lehre zeigt.
[9] Ein Beispiel ist das Buch des spanischen Astrologen José Luis San Miguel de Pablos: Uranus/Neptun Konjunktionen, Hamburg 1993. Wenn man sich Studien wie diese, die mit großer astrologischer Sachkenntnis durchgeführt wurden, vor Augen hält, so ergeben sich keineswegs Widersprüche zu dem, was bereits aus den Mutationshoroskopen hervorgeht, sondern Ergänzungen. Das Bild rundet sich ab.
[10] Bemerkenswert ist übrigens, daß ein entscheidender Akt dieser Epoche, die Kaiserkrönung Karls des Großen in Rom, sich ereignete, als der direkte Aszendent den Übergang über die Gestirnung Neptun - Jupiter - Saturn - Sonne durch die Direktion Aszendent direkt Konjunktion Sonne abgeschlossen hat. Die Zeit der Karolinger und des Frankenreichs währte bis zur Absetzung Karls des Dicken im Jahre 887 (Karl der Dicke, der letzte Karolinger, wurde von den ostfränkischen Fürsten abgesetzt, nachdem er den Abzug der Normannen aus Paris für Geld erkauft hatte.) 884 hatte der konverse Aszendent die Oppositionsstellung zur Kaiserkonstellation überschritten, das karolingische Kaiserreich war - wörtlich wie symbolisch - untergegangen (Konjunktion Deszendent konvers). Diese Achsenführung spricht nebenbei dafür, daß der Konjunktionszeitpunkt für Primärdirektionen hinreichend genau ist (siehe das Kapitel zur Genauigkeit der Konjunktionszeitpunkte )
[11] Jacques Le Goff, Kulturgeschichte des europäischen Mittelalters, Buchclub Ex Libris, Zürich 1970, S. 114ff.
[12] zitiert bei Jacques Le Goff, a.a.O.
[13] Eine genauere Diskussion des Beginns der Gotik findet man in der Arbeit von Bruno Klein, Beginn und Ausformung der gotischen Architektur in Frankreich und seinen Nachbarländern, erschienen in: Rolf Tomann [Hg.], Gotik, Könemann Verlagsgesellschgaft, Köln 1998.
[14] Erwin Panofsky, Gotischer Architektur und Scholastik, DuMont Buchverlag, Köln 1989.
[15] Walter Nigg, Das Buch der Ketzer, Diogenes Verlag, Zürich 1986, S. 224.
[16] van Nostrand, Precepts in Mundane Astrology, New York 1962.- Anfang des 20. Jahrhunderts war 8° Schütze übrigens auch der Ort des Fixsterns Antares, des Gegenmars, der zur Zeit Keplers auch cor scorpionis genannt wurde.
[17] Michael Baigent, Nicholaus Campion, Charles Harvey, Mundan-Astrologie, Astrodata Verlag, Wettswil 1989.
[18] Wolfgang Döbereiner, Hamburger Vorträge, nach tonbandmäßiger Aufnahme der Vorträge von Wolfgang Döbereiner am 25.1.86 und 27.2.87, basierend auf dem System der Münchner Rhythmenlehre, Selbstverlag W. Döbereiner, München 1987, S. 4. Das Horoskop der Großen Konjunktion von 1842 und die darauf aufbauenden Septare werden bereits in den siebziger Jahren verwendet, so im Vortrag vom 15.3.1972, erschienen im Band 2 des Astrologischen Lehr- und Übungsbuches im Frühjahr 1981.
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Anhang

Eine Liste aller Konjunktionen der äußeren Planeten von -1000 bis +2500, auf Basis der Swiss Ephemeris berechnet, ist unter http://www.astrotexte.ch/sources/Konjunktionen.txt [140 KB] zum Download erhältlich. Alles unter dem Punkt Genauigkeit Gesagte gilt auch für diese Liste. Die Konjunktionszeiten sind nur rein theoretisch genaue Zeiten, sie sind nur so genau wie die JPL-Ephemeride selbst ist. Das ist besonders für Konjunktionen in weit zurückliegenden Zeiten zu beachten. Achtung: Alle Datumsangaben in dieser Liste sind auf den gregorianischen Kalender bezogen! ET ist Ephemeris Time, UT ist Weltzeit. Die Umrechnung erfolgte mit der in der Swiss Ephemeris ausgelieferten DeltaT()-Funktion.
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